Montag, 13. September 2010
Kernspaltungsautismus
upstream, 18:53h
Anläßlich gewisser Repliken auf ethische Fragestellungen zur Kernkraft:
Ich schätze nachdenklichen Beiträge, auch wenn ich nicht in allen Details derselben Meinung bin.
Die Feststellung fehlender Ethik in Staat und Wirtschaft quittieren zurückgebliebene Kernspaltungsautisten auf der Ebene schlichter Beschimpfung: “Rundumschlag, ohne … Verstand, Klassenkampf, usw.”
Der Mangel an Ethik erledigt sich gewiss nicht per Diktat einer irgendwie übergeordneten Instanz.
Nach meiner Überzeugung sind hier die Bürger selbst gefordert, ihre Nachdenklichkeit, Verantwortung, Aufmerksamkeit, und Einsatzbereitschaft, den respektvollen Umgang miteinander nicht zu vergessen.
Zur Sache:
1) Betriebswirtschft kennt Ethik weder als Ziel noch als überhaupt nur wesentlichen Begriff. Sie zielt final auf finanziellen Gewinn, was sonst.
Kritik daran ist allemal berechtigt. Sie verpflichtet keineswegs zur gleichzeitigen Präsentation einer Alternative, schon gar nicht muss sich irgendjemand dafür anpöbeln lassen.
2) Für staatliche Wirtschaftspolitik gilt die durch Jean-Baptiste Colbert ("Der Staat hat keine Freunde, der Staat hat Interessen") begründete Doktrin des Merkantilismus mehr oder minder bis heute. Ganz allgemein ist Politik ein ständiger Tauschhandel eigentlich inkommensurabler Interessen. Themen wie Mindestlöhne, AKW-Laufzeiten, Föderalismusreform, und dergl. mehr haben kaum etwas miteinander zu tun - außer dass sie meist Geld kosten.
Das macht Politik so schwer verständlich, wenn nicht gar verhasst. Und Ethik kommt - scheinbar oder tatsächlich - zu kurz.
Und was sagt man aktuell zum LaufzeitverlängerungsGESETZ - bei gleichzeitiger Einschränkung durch den PrivatVERTRAG mit den Energieriesen. - Eine unglaubliche Extrawurst!
3) Die "zinsbasierte GELDschöpfung" hat sich von der realen WERTschöpfung entfernt. "Systemrelevante" Riesen arbeiten mit "standesgemäß" enormen Risiken. Je nach Erfolg werden dann Gewinne stillschweigend eingeschoben, fatale Verluste dagegen letzendlich "sozialisiert". (Vgl. Bankenkrise I, Bankenkrise II) Hier ist der gemeinsame Nenner mit den Energieriesen, womit wir wieder beim Thema sind. Deren Betriebsrisiko - auch für Leib und Leben der Bürger - wurde mehrfach beschrieben, möge uns der reale Beweis erspart bleiben.
Die Bezeichnung der dem Staat abgenötigten Reparaturen als "Geldschöpfung" ist übrigens beinhart gelogen. - Das Geld wird nicht geschaffen, sondern einfach - per Staatsbürgschaft - BEHAUPTET. Real macht das keinen Unterschied, denn letzlich zahlt der Bürger mit der inflationären Entwertung seiner Ersparnisse. - Am Ende hat der Riese mehr, der Bürger real weniger Geld; und um menschliche Schicksale geht es ja wohl auch.
Dass hier zuviel Geld und zuwenig Moral im Spiel ist, bleibt festzuhalten. - Und bitte keine Beschimpfungen dafür!
Ich schätze nachdenklichen Beiträge, auch wenn ich nicht in allen Details derselben Meinung bin.
Die Feststellung fehlender Ethik in Staat und Wirtschaft quittieren zurückgebliebene Kernspaltungsautisten auf der Ebene schlichter Beschimpfung: “Rundumschlag, ohne … Verstand, Klassenkampf, usw.”
Der Mangel an Ethik erledigt sich gewiss nicht per Diktat einer irgendwie übergeordneten Instanz.
Nach meiner Überzeugung sind hier die Bürger selbst gefordert, ihre Nachdenklichkeit, Verantwortung, Aufmerksamkeit, und Einsatzbereitschaft, den respektvollen Umgang miteinander nicht zu vergessen.
Zur Sache:
1) Betriebswirtschft kennt Ethik weder als Ziel noch als überhaupt nur wesentlichen Begriff. Sie zielt final auf finanziellen Gewinn, was sonst.
Kritik daran ist allemal berechtigt. Sie verpflichtet keineswegs zur gleichzeitigen Präsentation einer Alternative, schon gar nicht muss sich irgendjemand dafür anpöbeln lassen.
2) Für staatliche Wirtschaftspolitik gilt die durch Jean-Baptiste Colbert ("Der Staat hat keine Freunde, der Staat hat Interessen") begründete Doktrin des Merkantilismus mehr oder minder bis heute. Ganz allgemein ist Politik ein ständiger Tauschhandel eigentlich inkommensurabler Interessen. Themen wie Mindestlöhne, AKW-Laufzeiten, Föderalismusreform, und dergl. mehr haben kaum etwas miteinander zu tun - außer dass sie meist Geld kosten.
Das macht Politik so schwer verständlich, wenn nicht gar verhasst. Und Ethik kommt - scheinbar oder tatsächlich - zu kurz.
Und was sagt man aktuell zum LaufzeitverlängerungsGESETZ - bei gleichzeitiger Einschränkung durch den PrivatVERTRAG mit den Energieriesen. - Eine unglaubliche Extrawurst!
3) Die "zinsbasierte GELDschöpfung" hat sich von der realen WERTschöpfung entfernt. "Systemrelevante" Riesen arbeiten mit "standesgemäß" enormen Risiken. Je nach Erfolg werden dann Gewinne stillschweigend eingeschoben, fatale Verluste dagegen letzendlich "sozialisiert". (Vgl. Bankenkrise I, Bankenkrise II) Hier ist der gemeinsame Nenner mit den Energieriesen, womit wir wieder beim Thema sind. Deren Betriebsrisiko - auch für Leib und Leben der Bürger - wurde mehrfach beschrieben, möge uns der reale Beweis erspart bleiben.
Die Bezeichnung der dem Staat abgenötigten Reparaturen als "Geldschöpfung" ist übrigens beinhart gelogen. - Das Geld wird nicht geschaffen, sondern einfach - per Staatsbürgschaft - BEHAUPTET. Real macht das keinen Unterschied, denn letzlich zahlt der Bürger mit der inflationären Entwertung seiner Ersparnisse. - Am Ende hat der Riese mehr, der Bürger real weniger Geld; und um menschliche Schicksale geht es ja wohl auch.
Dass hier zuviel Geld und zuwenig Moral im Spiel ist, bleibt festzuhalten. - Und bitte keine Beschimpfungen dafür!
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