Freitag, 1. Oktober 2010
Laden in Neubukow, Kröpeliner Str. 13
Neubukow die Metropole Mecklenburg-Vorpommerns liegt zwischen den Kreisstädten Wismar und Bad Doberan an der B105, der verkehrsreichsten Straße des Landes.
Ein Geschäft oder Gewerbe direkt an dieser Verkehrsader in zentraler Lage Neubukows und mit eigenem Parkplatz, günstig gelegen:
Inmitten der Infrastrukturknoten Neubukows, zentral in fußläufiger Nähe zum "Wohngebiet Amtsgarten", Einkaufszentrum "Kröpeliner Tor" und Stadtmitte/Markt/Rathaus liegt der Laden mit insgesamt 8 Meter Schaufensterfront.
Direkt an der B105, hier Kröpeliner Straße genannt, ist er mit dem eigenen Parkplatz, direkt von der Hauptstraße aus erreichbar.

Sie sind eingeladen! Sie finden alle nötigen Angaben unter Laden-in-Neubukow. - Auf bald!

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Montag, 13. September 2010
Kernspaltungsautismus
Anläßlich gewisser Repliken auf ethische Fragestellungen zur Kernkraft:
Ich schätze nachdenklichen Beiträge, auch wenn ich nicht in allen Details derselben Meinung bin.
Die Feststellung fehlender Ethik in Staat und Wirtschaft quittieren zurückgebliebene Kernspaltungsautisten auf der Ebene schlichter Beschimpfung: “Rundumschlag, ohne … Verstand, Klassenkampf, usw.”
Der Mangel an Ethik erledigt sich gewiss nicht per Diktat einer irgendwie übergeordneten Instanz.
Nach meiner Überzeugung sind hier die Bürger selbst gefordert, ihre Nachdenklichkeit, Verantwortung, Aufmerksamkeit, und Einsatzbereitschaft, den respektvollen Umgang miteinander nicht zu vergessen.
Zur Sache:
1) Betriebswirtschft kennt Ethik weder als Ziel noch als überhaupt nur wesentlichen Begriff. Sie zielt final auf finanziellen Gewinn, was sonst.
Kritik daran ist allemal berechtigt. Sie verpflichtet keineswegs zur gleichzeitigen Präsentation einer Alternative, schon gar nicht muss sich irgendjemand dafür anpöbeln lassen.
2) Für staatliche Wirtschaftspolitik gilt die durch Jean-Baptiste Colbert ("Der Staat hat keine Freunde, der Staat hat Interessen") begründete Doktrin des Merkantilismus mehr oder minder bis heute. Ganz allgemein ist Politik ein ständiger Tauschhandel eigentlich inkommensurabler Interessen. Themen wie Mindestlöhne, AKW-Laufzeiten, Föderalismusreform, und dergl. mehr haben kaum etwas miteinander zu tun - außer dass sie meist Geld kosten.
Das macht Politik so schwer verständlich, wenn nicht gar verhasst. Und Ethik kommt - scheinbar oder tatsächlich - zu kurz.
Und was sagt man aktuell zum LaufzeitverlängerungsGESETZ - bei gleichzeitiger Einschränkung durch den PrivatVERTRAG mit den Energieriesen. - Eine unglaubliche Extrawurst!
3) Die "zinsbasierte GELDschöpfung" hat sich von der realen WERTschöpfung entfernt. "Systemrelevante" Riesen arbeiten mit "standesgemäß" enormen Risiken. Je nach Erfolg werden dann Gewinne stillschweigend eingeschoben, fatale Verluste dagegen letzendlich "sozialisiert". (Vgl. Bankenkrise I, Bankenkrise II) Hier ist der gemeinsame Nenner mit den Energieriesen, womit wir wieder beim Thema sind. Deren Betriebsrisiko - auch für Leib und Leben der Bürger - wurde mehrfach beschrieben, möge uns der reale Beweis erspart bleiben.
Die Bezeichnung der dem Staat abgenötigten Reparaturen als "Geldschöpfung" ist übrigens beinhart gelogen. - Das Geld wird nicht geschaffen, sondern einfach - per Staatsbürgschaft - BEHAUPTET. Real macht das keinen Unterschied, denn letzlich zahlt der Bürger mit der inflationären Entwertung seiner Ersparnisse. - Am Ende hat der Riese mehr, der Bürger real weniger Geld; und um menschliche Schicksale geht es ja wohl auch.
Dass hier zuviel Geld und zuwenig Moral im Spiel ist, bleibt festzuhalten. - Und bitte keine Beschimpfungen dafür!

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Freitag, 10. September 2010
Laufzeitdämmerung


Abends schließt in stiller Ruh´
Merkel den Reaktor zu.

Morgens nach dem Klingelton spricht sie:
"Du bist´s, Major Tom,
Dich hab ich vernommen."

Also sperrt sie wieder auf...
Ich frage mich nach kurzer Auszeit:
Wer verlängert wessen Laufzeit?

Weiß doch die Physickerin:
Der zweite Hauptsatz stimmt noch immer,
Entropie rafft ohne Sinn
unser Universum hin.
Vulgo: Chaos wird nur schlimmer.

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Donnerstag, 9. September 2010
Notwendige AKWs? - Fakten dazu.
Externe Empfehlung zum Thema

Zitat Anfang:

Ich möchte die Diskussion bezüglich der Notwendigkeit der AKWs zur Versorgungssicherheit um ein paar Fakten erweitern. Der folgende Link führt auf eine Seite des BDEW (also dem Verbund der großen Energieversorger).
Ich habe diese Seite bewusst gewählt, weil sie von den großen vier Konzernen selbst betrieben wird.
Diese Seite zeigt, dass wir 2008 über eine Kraftwerksleistung von etwa 147GW verfügten. Diese Leistung ist mittlerweile durch den weiteren Ausbau erneuerbaren Energien weiter angestiegen. Da diese aber fluktuierend einspeisen, werde ich mich auf die 147GW beziehen.
Der Stromverbrauch lag 2008 etwa 600TWh. Teilt man diesen Verbrauch durch 8760h (also genau ein Jahr), so kommt man auf eine durchschnittliche Leistung von etwa 68GW. Installiert waren 2008 in Deutschland 147GW (Aussage des BDEW, also der Energielobby)! Natürlich muss man hier berücksichtigen, dass elektrischer Strom genau in dem Augenblick erzeugt werden muss, wo er auch verbraucht wird. Aber selbst am kältesten Tag des Jahres steigt aber die Netzbelastung selten über 100GW. Der Anstieg im Winter ist damit zu erklären, dass viele elektrische Speicherheizsysteme am Netz hängen.
Schaut man sich die noch verbliebenen 17 deutschen Atomkraftwerke an, dann stellt man fest, dass diese eine Leistung von etwa 20GW aufweisen. Berücksichtigt man weiterhin, dass aufgrund von Revisionen und technischen Ausnahmesituationen (ich möchte hier nicht das Wort Störung verwenden), dann verbleiben vielleicht noch 15GW Atomkraftwerksleistung die ständig zu Verfügung stehen.
Vergleicht man diese 15GW mit den vom BDEW genannten 147GW Kraftwerksleistung, dann stellt man fest, dass es auch gut ohne Atomkraft geht. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Stromverbrauch rückläufig ist und im letzten Jahr bei etwa 560TWh lag.
Trotz ihrer geringen Gesamtleistung tragen die Atomkraftwerke zu einem erheblichen Teil zur Energieversorgung bei. Das hat einfache Gründe:
Die Betriebskosten eines AKW sind sehr gering. Ist die Anlage einmal abgeschrieben, so verwandelt sie sich in eine Gelddruckmaschine. Daher laufen sie Tag und Nacht zu 100%.
Die absolut ungelöste Entsorgungsfrage und die daraus resultierenden Kosten (z.B. die Sanierung des Zwischenlagers Asse) werden auf den Steuerzahler abgewälzt.
Ich komme daher zu folgendem Schluss:
Eine Verlängerung der Laufzeit von AKWs ist aus Gründen der Versorgungssicherheit nicht notwendig. Die Stromerzeugungskosten tragen nur zu einem geringen Teil zum Strompreis bei und spielen daher eher eine untergeordnete Rolle. Die Argumentation, bei einer Laufzeitverlängerung würde der Strompreis sinken, ist daher ebenfalls illusorisch. Eine Laufzeitverlängerung dient lediglich der Gewinnmaximierung der vier großen Energieversorger.
Bis zum Antritt von Schwarz/Gelb hat das auch niemand in Frage gestellt. Diesen „Geist“ hat unsere die CDU/FDP Regierung selbst wieder aus der Flasche gelassen. Genau wie bei den Steuererleichterungen für Hoteliers wird hier wieder einmal klassische Klientelpolitik betrieben. Kleinere Stadtwerke, die nun selber Kraftwerke planen und bauen wollen, haben das nachsehen. Daher führt eine Verlängerung der AKW Laufzeiten auch dazu, dass die Monopolstellung von RWE, Eon usw. weiter gefestigt wird.

Zitat Ende

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Mittwoch, 8. September 2010
Wolkenkuckucksheim für AKWs
Aus Wolkenkuckucksheim kommt ein Kreuzzug für die deutsche Atomindustrie - mit längst widerlegten Mythen aus der 50/60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Einen Beitrag jener Art mag man auf sich beruhen lassen. Doch ständige Wiederholung bewirkt Akzeptanz jenseits der Intelligenz. - Propaganda wirkt.

Also noch mal deklinieren:
1. Atomkraft sei ungefährlich
Das war die Denke vor 50 Jahren. Für Adenauer waren - damals unwidersprochen - Atomwaffen "so ne Art verstärkter Artillerie", Kernkraft für die "joldene Zukunft" galt als Königsweg der Energieerzeugung, bei deren Erwähnung bekam man glänzende Augen (ich auch, da war ich noch klein), und wer anderer Meinung war hatte sowieso keine Ahnung. Gefahr? Na ja, vielleicht ein Unfall alle 2 Millionen Jahre - rein rechnerisch, aber rechnerisch bedeutet ja auch irgendwie unwirklich. Und heute? O-Ton: "Inhärente Sicherheit, Betriebsrisiko nicht-existent". Welch ein Fortschritt in Wolkenkuckucksheim: Erhöhung der MTBF (Mean Time Between Failures) von 2 Mio. Betriebsjahren auf unendlich. - Toll!
Die Wirklichkeit hat uns ein lange Liste vorgeblich "unmöglicher" Störfälle beschert, darunter zwei Fälle unkontrollierter Kernschmelze, im Fall Tschernobyl sogar mit größflächig unkontrollierter Freisetzung von Radioaktivität. Nehmen wir Tschernobyl als den GAU schlechthin, hat es bis dahin gerade mal 30 Jahre gedauert, als weltweit schätzungsweise 3.000 Betriebsjahre als MTBF. Nach dem Mythos "Made in Germany" vs. "Russenmurks", mag man für aktuelle Anlagen die MTBF doppelt oder dreimal so groß annehmen. Hier interessiert nur die Anzahl der Nullen, in diesem Sinne sind 10.000 Jahre MTBF plausibel.
Immer noch unvorstellbar lange, aber weltweit über 400 Reaktoren "arbeiten" daran - macht rein rechnerisch alle 25 Jahre ein GAU irgendwo auf der Welt. - Jetzt wird das Risiko der Vorstellung zugänglich. Der Mythos der absoluten Sicherheit erweist sich heute als naive Vorstellung der Anfänge vor 50 Jahren.

2. Atomkraft sei wirtschaftlich
"Die ganze Welt betreibt AKWs. Die können doch nicht alle doof sein." Historie: Der Einstieg der deutschen Energieversorger war keineswegs spontan aus kommerziellem Antrieb. Vielmehr kamen die Initiative, Subventionen und Protektion von der Bundesregierung. Diese wiederum motiviert aus strategischen Gründen der zivilen Versorgungssicherheit und - anfangs unter Adenauer und Strauß noch heimlich - wegen der Option auf Atomwaffen. Schauen wir uns mal um: Diese Doppel-Strategie ist weltweit verbreitet. Dabei sind betriebswirtschaftliche Kosten zunächst nachrangig, sie werden bei Bedarf durch entsprechend "günstige Rahmenbedingungen" repariert. (Staatliche Forschungsinstitute, Förderprogramme, gesetzliche Haftungsbegrenzung, oder aktuell die Laufzeitverlängerung sogar für alte C64-AKWs)
- Welcher naive Spinner glaubt denn, Atomkraft an sich sei billig?
Apropos Laufzeitverlängerung: Das Mitverdienen des Bundes implementiert ein finanzielles Eigeninteresse des Bundes am fortgesetzten Betrieb veralteter - tendenziell unsicherer - Anlagen.

3. Atomkraft sei unersetzlich
"Regenerative Energie ist Spielerei, sperrt den alternativen Spinnern mal für einen Monat den Atomstrom", so ähnlich tönt die Propaganda.
Das gleichzeitige Abschalten aller AKWs führt zum landesweiten Schluckauf, ist aber gar nicht das Thema. Fakt ist: Das nutzbare Potential regenerativer Energie übertrifft unseren Primärenergieverbrauch um den Faktor 1000 (tausend). (i. e. Solarenergie in allen Formen wie Wasser, Wind, Biomasse, Fotovoltaik etc.)
Dass manche Technologien heute noch (zu) teuer sind, spricht mittelfristig nicht gegen den Erfolg. - Der Export lässt sich jedenfalls ganz gut an; die weltweiten Kunden sind wohl alle bekloppt. (Haha, kleine Retourkutsche)
Der aktuelle Schwenk der Regierung sichert den "old giants" die Lizenz zum Gelddrucken - zu Lasten innovativer Mittelstandsbetriebe.

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Montag, 6. September 2010
Kernkraft realistisch versichern
Das Kernkraft-inhärente Betriebsrisiko polarisiert. - Leider.
Panikmache ist nicht zielführend, ebenso wenig stumpfes Leugnen à la Wolkenspalter als gegeteiliges Extrem.
Mein Anliegen ist es, dieses Risiko zu objektivieren, zu ent-emotionalisieren.
Mein Vorschlag:
Aufhebung der gesetzlichen Haftungsbeschränkung für AKWs, Versicherungspflicht für das volle Betriebsrisiko. Die Münchner Rück wird ihre Hausaufgaben machen, und die Prämienrechnung dokumentiert das Ergebnis.
Des weiteren vertrauen wir der Betriebswirtschaft. - Das Einsparpotential bei den Versicherungskosten lenkt die Stromerzeugung dann automatisch.

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Kernkraft? - Sonne reicht.
Heinz Habers Optimismus in Ehren: Energie aus Kernspaltung für 40.000 Jahre, aus Kernfusion beliebig viel und für immer. - Ich bleibe mal auf dem Teppich.
1) Spaltung wie Fusion sind "Kernenergie", gehören aber anwendungsmäßig nicht in einen Topf.
Das spezifische Betriebsrisiko der Spaltung (in ct/kWh) ist konkurrenzlos schlecht. Nicht so bei der Fusion; Kosten und Termine mögen ungewiss sein, aber man darf noch hoffen.
2) Die Strategie, Energiebedarf durch Erzeugung neuer Energie zu befriedigen, treibt dem Physiker die Tränen in die Augen. Es gibt genug Energie, nur eben nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. (Zuviel Entropie, nicht zuwenig Energie.)
Der erste Punkt ist bereits diskutiert, der zweite bedarf der Erklärung. Vergleichen wir den Primärenergiebedarf mit dem Potential regenerativer Energie:
Der Primärenergiebedarf der BRD ist seit Jahren 14.500 PetaJoule pro Jahr, mit leicht abnehmender Tendenz.
Die Sonne bestrahlt die Erde mit 1.367 Watt/qm. (Solarkonstante)
Das ist die "Nennleistung" unserer Haupt-Energiequelle; Verluste durch Tag-Nacht-Zyklus, Bewölkung usw. fast 90 %.
Das bedeutet für die gesamte BRD (357.000 qkm) nach Abzug der Verluste 49 TeraWatt bzw. 15 Mio. PetaJoule pro Jahr.
Damit ist das Potential allein der Solarenergie in summa rd. 1.000 mal so groß wie unser Bedarf an Primärenergie.

Die Behauptung, regenerative Energie könne unseren Bedarf nicht decken, ist falsch - um genau diesen Faktor 1000.
Ohne die Bemühungen der Kernspalter und Fusionsforscher um die Erzeugung zusätzlicher Energie abwerten zu wollen:
Das Arbeiten an der Entropie, also der Organisation, Verteilung, Speicherung der vorhandenen Energie ist sinnvoller.

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Sonntag, 5. September 2010
Sarrazin: Egal ob er recht hat.
Die Behandlung der Sprüche Sarrazins scheint unvermeidlich. - Ich selbst finde es weniger dringend, und sein Buch habe ich nicht gelesen. deshalb schweige ich zum Inhalt. Einige Kritiker ficht das wohl weniger an. Nur ein paar Punkte zum Umfeld will ich festzuhalten:
1) Offenbar trifft er einen Nerv, nämlich das Unbehagen vieler Menschen angesichts - sei es auch nur gefühlter - Überfremdung durch Einwanderer.
2) Er sucht bedingungslos Publicity für seine Ideen mit drastischen, teilweise beklemmend rechtradikal anmutenden Formulierungen. - Doch zeigt seine langjährige Mitgliedschaft in der SPD, wo er politisch steht.
3) Dass ihn seine Partei angeblich nicht mehr aushalten kann, bestätigt ihre Unfähigkeit zum produktiven Diskurs mit Querdenkern. - Die wird sie sich nicht lange leisten können.
4) Dass sein Arbeitgeber unkluge Äußerungen nun mit Rausschmiss ahndet, wirkt bedrückend. - Wo kommen wir denn da hin? Nach dieser Art von Recht wären viele seiner Kritiker längst selber arbeitslos, die Regierung eingeschlossen.
Sarrazins Äußerungen mögen teilweise peinlich sein, das Verhalten mancher Kritiker ist es nicht weniger. Auch schwieriges muss man sachlich diskutieren können, und zwar bitte schön oberhalb der Gürtellinie.

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Samstag, 4. September 2010
Private Laufzeitverkürzung
Das Betriebsrisiko der Atomstroms in Höhe von 50 ct/kWh - wie berichtet - ist unversichert. Das AKW darf, was beim Kfz zur sofortigen Stillegung führt.
Wer steht dafür gerade? - Eon&Co werden ggf. nach dem Rettungsschirm jammern. Wir selbst tragen das Risiko und subventionieren so den Atomstrom mit selbigen 50 ct/kWh. Nur so wird er wirtschaftlich - für den Erzeuger.
Als Verbraucher können wir das vermeiden: durch Abstimmung mit den Füßen, will sagen Wechsel zu Anbietern 100% regenerativer Energie. Das ist heute einfach und ziemlich kostenneutral für jeden, auch für Mieter.
- Übrigens: Der Bundestag ist bereits Kunde bei Lichtblick, ich auch.
Private Laufzeitverkürzung!

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Freitag, 3. September 2010
Wie teuer ist billiger Strom? (anno 2006)
Hier noch ein älterer Artikel zum Thema:
Wie teuer ist billiger Strom?
Ich bin offenbar nicht der erste, der sich beim Gedanken an die Haftpflichtkosten der Kernenergie nachdenklich am Kopf kratzt.

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Donnerstag, 2. September 2010
Kernkraft in der Mogelpackung
Kernkraft gilt Befürwortern mit Erzeugungskosten von 2,65 ct/kWh als die billigste Energieform überhaupt.
Aber wie groß ist das Risiko? - Panikmache und Vogel-Strauß-Politik beunruhigen gleichermaßen. Zur Sache: Was muss die Versicherung des Betriebsrisikos kosten?
Anfangs wurde die MTBF (Mean Time between Failure) in Bezug auf den GAU spekulativ mit 2 Mio. Jahren behauptet. Die Haftpflicht des AKW-Betreibers ist noch immer per Gesetz auf 2,5 Mrd. EUR begrenzt. Das ergibt ein zu versicherndes Betriebsrisiko bzw. eine fiktive Versicherungsprämie von 1250 EUR/Jahr. - Klasse, kaum mehr als die Kfz-Versicherung!
Macht bei 1 Gigawatt Leistung und 80% Auslastung schlappe 0,00002 ct/kWh.
Heute sind weltweit 160 AKWs in Betrieb, beginnend 1950; wir verfügen über eine Erfahrung von über 5.000 AKW-Betriebsjahren. Demnach ist die MTBF bezüglich des GAU eher unterhalb von 5.000 Jahren anzusetzen, seine Wahrscheinlichkeit also 200.000 mal höher als früher behauptet!
Und wenn es denn passiert, wie teuer wäre das? - Projizieren wir gedanklich Tschernobyl auf Deutschland: Eine Fläche von rd. 200 mal 200 km wäre auf Dauer unbrauchbar, macht 40 Mrd. qm. Was kostet ein qm? - Als Bauland auf dem Dorf 50 bis 500 EUR, in Großstädten bis 10.000 EUR, als Landwirtschaftsfläche 2 bis 10 EUR, als Wald oder Verkehrsfläche? - Nehmen wir als Mittelwert geschätzte 10 EUR/qm. Jede Fläche trägt üblicherweise das dreifache ihres Wertes in Form von Gebäuden, Maschinen, Geräten, Vieh, Pflanzen, Früchten usw. Der Sachschaden des GAU ist also 1.600 Mrd. EUR.
Personenschäden? - Betroffen wäre etwa 1/10 des Bundesgebietes mit 8 Mio. Menschen. Die Gesundheitskosten mögen durchschnittlich 100.000 EUR pro Person sein, entsprechend einem einjährigen Klinikaufenthalt; ggf. werden Schmerzensgeld und Rentenzahlungen fällig. (Ihre Kfz-Versicherung deckt Personenschäden in Millionenhöhe!) Bei zurückhaltender Betrachtung belaufen sich dann die - in Zahlen fassbaren - Personenschäden auf 800 Mrd. EUR.
Die Schadenshöhe summiert sich zu 2.400 Mrd. EUR. - Wir dürfen an die gesetzliche Haftungsgrenze gerne 3 Nullen dranhängen!
Passiert zum Glück nur alle 5.000 Jahre, macht 0,48 Mrd. EUR pro Jahr, für jeden AKW-Block wohlgemerkt, bzw. 7 ct/kWh zusätzlich zur Stromrechnung.
Günstige Kernkraft?
Das ist noch nicht alles. - Entsorgung? Verseuchtes Grundwasser?
Volkswirtschaftlicher Schaden ist messbar: Unser Bruttoinlandsprodukt ist derzeit 2.000 Mrd. EUR. Entsprechend der betroffenen Fläche fällt 1/10 des BIP aus, für - hoffentlich nur - 50 Jahre, macht 10.000 Mrd. EUR, oder nochmals 29 ct/kWh oben drauf.
Damit wären wir bei 36 ct/kWh als Eingangsgröße der Versicherung; und die will auch Geld verdienen, und eine Sicherheitsreserve muss noch sein...
Günstige Kernkraft? - Nur als Mogelpackung mit ungedeckten Risiken.
In Wirklichkeit ist jede Alternative billiger.

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